Mittwoch, 26. Oktober 2016

[Buchrezension] Deeanne Gist - Die eigensinnige Ärztin

Die eigensinnige Ärztin-Gebundene Ausgabe-

Inhalt:
Chicago, 1893: Billy Jack Tate hat nicht nur einen Männernamen, sondern auch einen Männerberuf ergriffen: Sie ist Ärztin. Gerade als sie sich am Ziel ihrer Träume wähnt, lernt sie Hunter Scott kennen, einen Texas Ranger. Doch d
er hat jedoch wenig übrig für die Großstadt und für Frauen, die davon überzeugt sind, dass es mehr gibt als Heiraten und Kinderkriegen. Ist Billy bereit, ihren Traum von einer eigenen Praxis in der Stadt aufzugeben und auf dem Land Hausfrau und Mutter zu werden? Oder wird Hunter bereit sein, die weiten Ebenen des Südens gegen die graue Großstadt und eine unabhängige Ehefrau einzutauschen?

Meine Meinung:
Ich bin so froh, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn es hat mein Leben wirklich bereichert. Billy Jack Tate durfte ich als Frau (jaaa! Frau und nicht Mann) kennenlernen, die ihr Leben meistert wie keine andere in dieser Zeit. Sie sollte ein Vorbild für alle Frauen sein, selbst in der heutigen Zeit. Man kann sagen, dass sie mit anderen Frauen die Basis zur heutigen Emanzipation geschaffen hat.

Ich hätte nicht gedacht, dass dies im späten 19. Jahrhundert schon ein Thema war, aber durch dieses Buch habe ich wieder etwas gelernt. Erst hier wird einem dann aber auch wieder klar, wie schwer es für die Frauen gewesen sein muss, sich immer mehr von den Männern zu separieren und vor allem, sich auch in Männerberufen durchzusetzen. Mittlerweile ist es ja ganz normal, dass Frauen auch solche Positionen besetzen. Ich sehe es bei uns in der Arbeit. In der Technik-Abteilung werden immer mehr Stellen durch Frauen besetzt und selbst ich habe keinen typischen Frauenberuf, denn der Einkauf in einer technisch orientierten Firma, war auch oft den Männern vorenthalten.

Ich habe mich in den Schreibstil dieses Buches sofort verliebt. Obwohl wir es mit einem historischen Roman zu tun  haben, finde ich ihn nicht unangenehm. Er ist zur Zeit passend, trotzdem verständlich. Die Begriffe, die einen kurz mal überlegen lassen, halten sich in Grenzen.

Die Personen sind alle super toll gezeichnet und sind auch auf ihre eigene Art individuell. Auch Hunter durfte ich ins Herz schließen. Ich liebe Texas (war auch der einzige Staat, den ich bis jetzt in den USA besuchen durfte), weshalb ich es toll fand, auch hier ein paar geschichtliche Aspekte kennen lernen zu dürfen. Er ist ein toller Mann und ich kann mir vorstellen, dass er als Texas Ranger von allen bewundert wurde.

Zum Schluss des Buches (ich denke, das sollte kein Spoilern sein) ist die Autorin auch noch einmal genauer auf die geschichtlichen Hintergründe eingegangen und hat aufgezeigt, wo ein paar Abweichungen zur Wirklichkeit vorliegen. Erst da habe ich wirklich realisiert, wie viel dieses Buches wirklich auf wahren Begebenheiten begründet liegt. Umsomehr habe ich mich in dieses Buch verliebt. Es wird auf jeden Fall einen besonderen Platz in meinem Regal finden. Ich hoffe, dass ich noch viele Bücher dieser Autorin lesen darf und freue mich schon jetzt darauf.

Fazit:
Wer Bücher mit historischem Hintergrund mag, der ist hier auf jeden Fall gut beraten.

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