Sonntag, 3. April 2016

[Buchrezension] Dan Sehlberg - Sinon

Sinon-Taschenbuch-

Inhalt:
Hanna, die Frau des
IT-Professors Eric Söderqvist, hat als Einzige die Infektion mit dem neuartigen Virus NCoLV überlebt. Angeblich steht die Biotechfirma Cryonordic in Uppsala kurz vor der Entwicklung eines Impfstoffs, doch die dafür benötigten Antikörper lassen sich nur aus Hannas Blut gewinnen. Eric hat Bedenken; es gibt beunruhigende Gerüchte über Cryonordic. Akim Katz, Deckname Sinon, wird in Israel festgehalten. Der langjährige enge Berater des israelischen Ministerpräsidenten war als Spion der Hisbollah enttarnt worden. Nach einer dramatischen Befreiungsaktion wird er auf eine Geheimmission geschickt. Doch Sinon sinnt auf Rache und gibt dem Projekt einen neuen, noch katastrophaleren Dreh. Eric erkennt, dass seine geliebte Hanna in großer Gefahr schwebt. Wer könnte da zu ihrem Schutz willkommener sein als die knallharte Mossad-Agentin Rachel Papo, die plötzlich im Haus der Söderqvists in den Stockholmer Schären auftaucht? Doch Eric weiß nicht, für wen Rachel wirklich arbeitet und wie skrupellos sie in Wahrheit ist.

Meine Meinung:
Seit langem mal wieder ein Thriller, der den Weg in meine Hände gefunden hat und das nicht ohne Grund. Schon der Klappentext verspricht Spannung und ein interessantes Thema, welches hier behandelt wird.

Der Anfang des Buches hat es mir um ehrlich zu sein, nicht einfach gemacht. So konnte ich mich erst überhaupt nicht orientieren. Wahnsinnig viele Personen, wahnsinnig viele Orts- und Perspektiv-Wechsel. Alles nicht so einfach. Im Nachhinein habe ich herausgefunden (ok, wenn ich gleich genau geschaut hätte, wäre es mir schon eher aufgefallen), dass es wohl auch einen ersten Band mit Eric Söderqvist gibt. Mit dem Hintergrundwissen aus diesem Band wäre es sicherlich viel, viel leichter gewesen hier einzusteigen.

Aber, so war es bei mir eben nicht so einfach und es gibt auch eine Meinung ohne das erste Buch zu kennen.

Ich fand den Schreibstil anfangs ein bisschen hoch gestochen. Viele verschiedene Fachbegriffe, die mir einfach nicht geläufig sind und auch viele Orte, viele Personen, die man erst einmal richtig sortieren muss.

Je länger man das Buch allerdings in der Hand hat, desto klarer wird alles und man kann sich voll und ganz hingeben. Die Personen werden einem immer mehr sympathischer oder eben unsympathischer, je nachdem auf welcher Seite diese stehen.

Die Handlung fand ich sehr schlüssig, wenn auch erschreckend. Man kann nur hoffen, dass so etwas nicht in der Realität passiert, möglich ist allerdings in der heutigen Zeit alles.

An Spannung hat es auch zu keiner Zeit gefehlt, der Bogen wurde sehr gut gespannt, hat nie an Stränge verloren und kann so den Leser am Buch und an der Story halten.

Alles in allem wirklich ein gute Thriller, der Lust auf mehr von diesem Autor macht. Ich glaube, ich werde mir trotzdem noch den ersten Teil holen, damit ich noch mehr Hintergrundwissen erlange und die ein oder andere Szene im Nachhinein noch besser verstehe.

Fazit.
Ein solider Thriller, allerdings nichts für schwache Nerven und für alle Leser, da er schon ziemlich hoch gesteckt ist.

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Das Buch ist mir erst vor kurzer Zeit das erste Mal aufgefallen, einmal wegen einem Werbebanner, das andere Mal war's glaube ich ein Flyer in einem Prospektständer. Anfangs dachte ich bei dem Cover ja eher an eine Science Fiction-Story, aber der Thriller scheint schon ein wenig in Richtung SF zu gehen, oder? Jedenfalls fand ich den Plot durchaus ansprechend, allerdings scheint es sinnvoll zu sein, sich zuerst nach dem ersten Buch umzusehen, oder? Ich bin nämlich auch nicht unbedingt ein Fan von zu vielen Personen und Handlungsebenen, weil ich sie irgendwann meistens geistig in einen Topf werfe :D.

    Liebe Grüße
    Luna

    AntwortenLöschen