Dienstag, 2. Juni 2015

[Buchrezension] Annelie Wendeberg - Tiefer Fall

Tiefer Fall-Taschenbuch-

Inhalt:
1890. Anna Kronberg hat London auf der Flucht vor Scotland Yard verlassen und führt ein unauffälliges Leben irgendwo auf dem Land. Doch eines Nachts wacht sie auf, mit einer Pistole an der Schläfe. Ihr Vater wird an einem unbekannten Ort gefangen gehalten, und Anna muss sich auf ein gefährliches Spiel mit ihrem dämonischen Entführer einlassen … Kann die brillante Wissenschaftlerin ihn von seinen Plänen abbringen, grausame biologische Waffen zu entwickeln? Und wie soll sie, die mitten in London in einem goldenen Käfig festgehalten wird, zu Sherlock Holmes Kontakt aufnehmen?

Meine Meinung:

Auf diese Fortsetzung habe ich mich sehr gefreut, da ich von Dr. Anna Kronberg sehr, sehr begeistert bin. Annelie Wendeberg schafft es mich zu fesseln. Und das in einer Zeit, die mir total fremd ist. Normalerweise mag ich solche Literatur nicht, aber hier fühle ich mich wohl.

Anna Kronberg reflektiert das Frauenbild, welches ich genial finde. Sie lässt sich nichts sagen, setzt sich durch und ist sich sicher was sie will. So konnte sie studieren, obwohl es ihr eigentlich nicht möglich gewesen wäre, sie ist ja schließlich eine Frau.

Sie beherrscht die Verkleidungskunst perfekt. Man muss sich mal vor Augen führen, welche Angst man hier durchleben muss, wenn man in ständiger Furcht lebt, dass jemand die Verkleidung durchblickt.

Soviel aber zur Vorgeschichte.

Auch in diesem Buch konnte ich die Anna Kronberg kennen lernen, die ich sehr schätze. Leider gibt es auch heute immer noch die Benachteiligung von Frauen. Man blicke auf die unterschiedlichen Gehaltshöhen.

In diesem Buch geht es aber weniger darum, dass sie um das Frauenrecht kämpfen muss. Hier wird sie direkt als Ärztin benötigt. Sie ist die beste und das wissen viele einfach auch.

Sie beherrscht es perfekt, die Personen um sich herum um den Finger zu wickeln. Die Gedankengänge, die sie dabei spinnt, sind sehr interessant.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Sie lässt einen ins alte London abtauchen. Man merkt, dass sie sehr gut recherchiert hat. So können wir hier auch etwas dazu lernen. Ein gutes Beispiel hierfür die Hygiene-Situation. Keine Ahnung, wie das zu dieser Zeit war. Jetzt bin ich schlauer :)

Soweit ich es im Hinterkopf habe, sollen Ende des Jahres bereits weitere 2 Bücher folgen. Darauf freue ich mich auf jeden Fall schon sehr.

Fazit:
Sehr zu empfehlen!!!

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Ich hab das Buch jetzt auch bei mir liegen, nachdem ich den ersten Teil "Teufelsgrinsen" ziemlich rasch verschlungen habe :). Und nachdem ich bald nach Anif mit dem Zug zu meiner Schwester fahre, wird das die perfekte Lektüre für die Fahrt werden. Ich bin ja gespannt, ob der dritte Teil dieses Jahr noch erscheinen wird oder erst nächstes - auf jeden Fall wird die Wartezeit lang werden (oder ich versuch mein Glück auf Englisch, mal sehen) ...

    Liebe Grüße
    Maria

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