Mittwoch, 26. November 2014

[Buchrezension] Jürgen Seibold - Lindner und das Keltengrab

Lindner und das Keltengrab-Taschenbuch-

Inhalt:
Kommissar Stefan Lindner gilt im Landeskriminalamt als Experte für die ganz speziellen Fälle. Dabei kommt er selbst nur sehr schwer mit solchen Verbrechen zurecht – vor allem seine Fähigkeit, sich in die Umstände eines Mordes hineinzudenken, setzt ihm zu. Das ist diesmal nicht anders. In einem Wasserspeicher in Nürtingen, der oberhalb der Stadt in einem flachen Hügel untergebracht ist, wird ein Toter gefunden. Er ist auf einem hölzernen Schragen aufgebahrt, neben ihm steht sein Motorroller, dazu sind einige Kleider und Werkzeuge sowie mehrere Prachtstücke aus seiner Sammlung historischer Waffen sorgfältig auf Decken und Tüchern drapiert. Lindner wird erst nicht schlau aus der Inszenierung, aber als ihn ein Kollege darauf hinweist, dass schon die Kelten ihre toten Fürsten auf ähnliche Weise begruben, ergibt sich eine Spur – und Lindner taucht in
eine fremde Welt tiefer ein, als es gut für ihn ist.

Meine Meinung:
Jürgen Seibold ist für mich der Begriff für Krimis mit Humor, die allerdings immer auch einen ernsten Hintergrund aufweisen.

So konnte ich es auch wieder mit diesem Buch feststellen. Obwohl das nicht der erste Lindner-Krimi ist, bin ich erst jetzt auf diese Reihe gestoßen.

Ich hatte keine Probleme, mich mit Lindner anzufreunden, obwohl ich ihn bis jetzt nicht kannte. Es ist mir auf Anhieb gelungen und ich konnte den lieben, wenn auch manchmal etwas verwirrten Kommissar gleich ins Herz schließen.

Es hat mir Spaß gemacht, ihn bei seinen Ermittlungen über die Schulter zu schauen. Auch, wenn ab und zu eine Wenung auftrat, mit der er vielleicht nicht gerechnet hätte (Autoren können manchmal ganz schön anstrengend sein), behält er immer einen kühlen Kopf und verliert sein Ziel nicht aus den Augen.

Der Schreibstil des Autors war mir ja bereits bekannt. Er konnte mich auch mit diesem Buch überzeugen. Wie schon erwähnt, ist immer eine Prise Humor mit im Spiel, es wird allerdings nicht so übertrieben, dass es lächerlich wird.

Durch Einbezug der Geschichte der Kelten, wurde der Ernst immer wieder hergestellt. Man wird nicht nur unterhalten, sondern lernt nebenbei auch noch etwas. Auch, wenn die Sache mit den Kelten vielleicht ein bisschen zu kurz kam, für mich war es auf jeden Fall ausreichend.

Ich hoffe, bald wieder ein Buch von Jürgen Seibold lesen zu dürfen und freue mich schon jetzt darauf.

Fazit:
Wer einen kleinen Einblick in die Geschichte der Kelten erhalten will, verpackt in einem Kriminalroman, ist hier genau richtige. Aber auch "reine" Krimi-Liebhaber kommen auf ihre Kosten. 


5 von 5 Katzen

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