Mittwoch, 9. Oktober 2013

[Buchrezension] Yvonne Holthaus - Mit dem Gesicht zur Sonne

Mit dem Gesicht zur Sonne

-ebook-

Inhalt:
Mit gerade einmal 17 Jahren beschloss die Autorin ihr nur nach außen so perfektes Elternhaus hinter sich zu lassen, um auf eigenen Beinen zu stehen.
Ein schicksalsreiches, aber selbständiges Leben begann – mit oft mehr Tiefen als Höhen.
Als sie durch eine Privatinsolvenz kaum noch Kraft hatte, um weiter zu kämpfen, und ihr Partner dazu anscheinend ein Doppelleben führte, erhielt sie die unfassbare Nachricht, dass ihre Mutter grausam getötet wurde.
Nach Jahren der Ungewissheit stand fest: Jemand, dem sie bis dahin blind vertraute, war der Auftraggeber für den Mord.
Eine Biographie, die zeigen möchte:
Kein Schicksal im Leben kann so schlimm sein, als dass man sich selbst und seine Träume aufgibt. 

Meine Meinung:
Als ich dieses Buch auf meinen E-Reader (bzw. iPhone) :) geladen habe, wusste ich noch nicht genau, was auf mich zukommt. Eine Biografie mit 38 Jahren. Ja gut... Wie die Autorin selbst schon sagt... Was kann man bis dahin denn schon großartig erlebt haben?!?
Tja... Yvonne Holthaus hat mich eines Besseren belehrt, wofür ich ihr sehr dankbar bin.
Sie beschreibt in ihrem Buch "Mit dem Gesicht der Sonne" ihre ganz persönliche Geschichte, angefangen mit ihren Kindertagen, bis hin zu ihrem jetzigem Leben. In dieser Zeit musste sie nicht nur mit einem Schicksalsschlag fertig werden. Nein... Es gibt eine ganze Reihe davon.
Mittlerweile bin ich der Meinung, dass es einfach nicht sein kann, dass einem Menschen so viel abverlangt wird, ohne, dass diese Person (um es etwas linde auszudrücken) einen Dachschaden hat. Yvonne Holthaus ist der lebende Beweis dafür. Sie hat jeden noch so extremen Tiefschlag mit Bravour gemeistert und ist immer noch sie selbst.
Ich danke Yvonne Holthaus dafür, dass ich in den Genuss (auch wenn dieser Ausdruck hier schon etwas Fehl am Platz ist) kommen durfte, mehr über ihr Leben zu erfahren. Sie macht Mut, auch wenn man gefallen ist und die Tiefen des Lebens zu spüren bekommt, einfach wieder aufzustehen. Irgendwie muss es weiter gehen.
Ein Zitat aus ihrem Buch ist mir dabei sehr in Erinnerung geblieben:
"Mein leben ging weiter und die Erde hörte auch nicht auf, sich zu drehen."
Dieser Spruch ist sicherlich jedem bekannt, aber trotzdem hat er immer noch Wahrheitsgehalt. Als mein Vater vor 6 Jahren gestorben ist, wurde mir dieses Tatsache auch immer mehr bewusst.

Fazit:
Sehr gefühlvolles Buch, danke noch einmal an die Autorin, dass sie uns die Möglichkeit gibt, tief in ihr Inneres zu sehen und dass sie uns Mut für unseren weiteren Lebensweg gibt.

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